In den 1940er-Jahren meldete Sofila, damals unter dem Namen Billion, ein Patent für die Erfindung eines Texturierungsverfahrens an. Im Laufe der Jahre baute Billion seine Expertise in diesem Bereich weiter aus, indem neue Texturierungstechniken entwickelt wurden.
Patent angemeldet von Billion im Jahr 1953.
Adidas-Werbung – Französischer Pokal 1975 – Trikots aus Ultron®, einer strukturierten Faser von Billion.
In den 1970er-Jahren hoben große Marken wie Adidas die Texturierungsverfahren von Billion hervor. Die von Profi-Spielern getragenen Trikots bestanden aus Ultron®, einer von Billion texturierten synthetischen Faser, die Komfort und Leistung verbessert. Diese Werbekampagnen spiegeln ein historisches Know-how wider: ein technisches Verfahren, das das Verhalten eines Garns grundlegend verändert und ihm Volumen, Weichheit, Elastizität und Komfort verleiht.
Bei Sofila setzen wir diese Technologien weiterhin ein und bieten Fachwissen, das sich an die technischen, ästhetischen und funktionalen Anforderungen jedes einzelnen Kunden anpasst.
Texturierung ist ein sowohl mechanisches als auch chemisches Verfahren, das die ursprüngliche Struktur eines synthetischen Garns verändert und ihm neue Eigenschaften verleiht. Durch die Modifikation der Filamentanordnung erhält das Garn eine neue Dimension in Bezug auf Aussehen, Haptik und Leistung.
Jedes Garn wird individuell nach den technischen oder ästhetischen Anforderungen des Kunden entwickelt: Garnstärke, Material, Farbe, Volumen, Elastizität und Textur.
Die Lufttexturierung ist ein Verfahren, bei dem dem Garn durch Strahlen trockener Luft Volumen verliehen wird, indem die Filamente miteinander verflochten werden. Ausgehend von der kompakten Garnstruktur trennt und lockert der Prozess die Filamente, um Schlaufen zu erzeugen, wodurch das Garn eine vollere, weichere und elastischere Struktur erhält – ohne dauerhafte Verformung.
Dank der Wirkung von Luft und Wasser unter Druck zeichnet sich diese Technologie durch ihre hohe Vielseitigkeit aus. Sie ermöglicht es, das Endergebnis an die verwendeten Materialien und den gewünschten Effekt anzupassen und eine breite Palette von Garnen zu texturieren, einschließlich der gleichzeitigen Verarbeitung mehrerer Garne durch enge Vermischung (Comélage). Dieses Verfahren zielt darauf ab, das Aussehen und die Haptik natürlicher Fasern nachzuahmen und gleichzeitig die technischen Eigenschaften synthetischer Fasern zu erhalten.

Marl dope dyed PES, 540 dTex
Im Gegensatz zur Lufttexturierung beruht die Reibungstexturierung auf der mechanischen Verformung des Garns. Dabei werden die Filamente verdreht und fixiert, wodurch das Garn Volumen und Elastizität erhält.
Das Garn wird zunächst auf eine temperatur erhitzt, die zum Material und zum gewünschten Effekt passt. Anschließend läuft es zwischen eng anliegenden Walzen, deren schnelle Rotation intensive Reibung erzeugt. Diese Reibung bewirkt eine sogenannte „falsche Drehung“, die die Garnstruktur dauerhaft verändert. Je nach angewendetem Verfahren kann das Garn sofort verwendet werden oder einen zusätzlichen thermischen Fixierschritt durchlaufen.
Man unterscheidet zwei Arten der Reibungstexturierung:
FTF (False Twist mit Fixierung): Nach der Verformung durchläuft das Garn einen Thermofixierofen, der die Drehung fixiert und die erzielten Eigenschaften stabilisiert.

BeCool, 168 dTex
Die Reibungstexturierung erfordert Materialien, die Hitze und Verformung über längere Zeit standhalten können. Sie wird daher ausschließlich auf synthetische Fasern angewendet, wie Polyester oder Polyamid, die thermisch geformt und fixiert werden können, ohne ihre Eigenschaften zu beeinträchtigen.
Bei diesem Verfahren handelt es sich um eine mechanische Form der Texturierung, bei der das Garn einer hohen Drehung unterzogen wird. Ein kleiner Metallspindel, um den das Garn mit sehr hoher Geschwindigkeit rotiert, sorgt für die Verdrillung, bevor es erhitzt und wieder entspannt wird.
Die Spindel, meist von kleinem Durchmesser, verformt die Garnstruktur, indem sie Drehungen erzeugt, die wiederum das gewünschte Volumen und die Eigenschaften des texturierten Garns bewirken.

Flame copper PES, 510 dTex
Mit über 80 Jahren Expertise bleibt Sofila ein zentraler Akteur im Bereich innovativer Sportswear. Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung der thermoregulierenden Faser BeCool®, die auf die Anforderungen an Komfort und Leistung im Sport zugeschnitten ist.
Dank ihrer quadrilobigen Struktur fördert BeCool® die Luftzirkulation und unterstützt die Ableitung von Feuchtigkeit. Um die Leistung weiter zu optimieren, wendet Sofila spezielle Texturierungsverfahren an, die den Komfort verbessern, Elastizität verleihen und dem Garn mehr Volumen geben. Diese Kombination aus Technologie und Know-how ermöglicht es uns, textile Lösungen anzubieten, die leistungsfähig, langlebig und perfekt auf die Anforderungen moderner Sportswear abgestimmt sind.


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